Achtsam bleiben, munter bleiben. Günther, der Treckerfahrer philosophiert über Zuhause mal anders .

Zuhause mal anderes

Moin. Wir müssen auch nach Weihnachten und Silvester zuhause bleiben und uns bis weit in den Januar alleine beschäftigen. Da sagt sich der ein oder andere: schön und gut aber da wohnen ja auch noch mehr bei mir zuhaus und so allmählich gehen einen die Gesprächsthemen aus. Is ja doch ewig dasselbe, was die Leute erzählen, meist was in Fernsehen kam Tag vorher oder wasse inne Zeitung gesehen hatten. Man erlebt ja auch so gut wie nix in diese Corona-Zeit. Was willste also machen ganzen Tag inne Bude. Renovieren warste schon im Frühjahr mit durch, nu stehste da und guckst auf die frisch tapezierten Wände und weißt nich weiter.

Da wird’s mal Zeit, dass man aus seine Gewohnheiten ausbricht, sagen wir mal beie Mahlzeiten. Ich trink doch schon seit Menschengedenken morgens immer zwei Tassen Kaffee und ess mich dazu zwei Scheiben Butterbrot, eins mit Rübensirup, eins mit Speck. Nu gibt’s ja andere Völker, die essen morgens schon ne Suppe, sagen wir mal Asiaten. Hab ich zu unse Omma gesagt, los wir machen mal chinesische Woche vonne Mahlzeiten her gesehen, dass man mal auf andere Gedanken kommt.

Zum Frühstück hat Omma ne schöne reichhaltige Erbsensuppe gekocht, musste ich mich danach erstmal wieder ne Stunde hinlegen so kaputt war ich vons Essen. Mittags gab‘s Peking Hase, wenn‘s jetzt auch nicht direkt ne Katze war so wars doch ne ganz andere Geschmacksrichtung, allein von der Reisbeilage her gesehen. Beim Chinamann gibs ja meist vorher so ne Art Schnöttensuppe, die haben wir uns mal geschenkt, man braucht ja nich soviel Kalorien, wenn man halben Tag aufn Sofa rumgammelt. Dritten Tag vonne chinesische Woche hatten wir acht Kostbarkeiten, das war auch sehr lecker: sieben Heiß Würstchen und einmal Senf – hat mir auch sehr gut geschmeckt, man muss ja nich immer Sättigungsbeilage mit dabei haben.

Das wars auch fast mitte chinesische Woche, einmal hatten wir noch Heißer Hund, aber das is ja gar nicht vom Chinesen sondern von IKEA. Zum Schluss gibs dann noch mal Chinapfanne nach dem Originalrezept vom Weihnachtsmarkt bei uns; Hähnchenfleisch mit Gestrüpp, Champignons und Chinagewürz zusammen in eine alte Radkappe aufn Bunsenbrenner warmgemacht. Ich hab zu unser Omma gesagt, die Chinapfanne, das ist die Nahrung der Völkerfreundschaft, damit haben wir unsen Weihnachtsmarkt für andere Kulturen geöffnet.

Siehstu und so gesehen war das ein sehr schöner Abschluss für unse chinesische Woche – einfach mal was ausprobieren jetzt in diese Coronazeit, mal über seinen Schatten drüberlatschen quasi. Nächste Woche müssen wir uns aber erst mal erholen von der exotische Küche hier, dann is niedersächsische Woche: sieben mal Grünkohl mit alles und nachher nen Kurzen.

Munter bleiben.

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